Galicia Film: Das Klavier

Ein Klavier für die Galicia Bar

Das Galicia hat infrastrukturmässig Zuwachs bekommen. Seit Neustem beherbergt die Musikbar ein Klavier. Das Tasteninstrument der Marke Petrov ist eine Leihgabe des Oltner Saxophonisten Roland Philipp, besser bekannt unter dem Namen Phile. Zuvor stand das rund 30-jährige Instrument in der Oltner Kulturbeiz Coq d`Or, wo es ab und zu für einen musikalischen Event gebraucht wurde. „Im Galicia haben sie ein Klavier gesucht und da das Coq d`Or Team das Instrument gut entbehren kann, ist dieser Standortwechsel zustande gekommen“, erklärt Phile. Alex Capus, sein Sohn Luc und Che beförderten die kostbare Fracht mit vereinten Kräften via Martin-Disteli-Strasse — Neuhardstrasse — Unterführungsstrasse an den neuen Standort. Zwischendurch legten sie eine kurze Pause ein, kitzelten die Tasten, entlockten ein paar Töne und schon ging`s weiter. Unbeschadet erreichte die neue Errungenschaft der Musikbar seinen Zielort. Bevor der Spanier allerdings kräftig in die Tasten hauen kann, muss sein „neues Spielzeug“ noch gestimmt werden. Vielen Dank an das Coq d’Or Team und Phile! In unserem Film ist die „Züglete“ eindrücklich dokumentiert:

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Cormund`s Bargeschichten

„Der Borner“ an der Wand

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Jeder, der das Galicia betritt, sieht ihn gleich auf den ersten Blick: Den unverkennbaren „Borner“,  prominent platziert vis-à-vis des Eingangs. Er wacht über dem Billardtisch  – ein farbenfroher Blickfang für jedermann. In seinem dynamischen, prächtig-barocken Stil hat der Oltner Maler Urs Borner seine Erinnerungen und Erlebnisse in dem ehemaligen Centro Galicia de Olten auf dem Bild festgehalten. Auf den drei Metern Leinwand tummeln sich die Protagonisten von einst und heute, geben sich ein buntes Stelldichein. Die Oltner Schriftstellergilde – Alex Capus mit prachtvoller Lockenmähne und der nachdenkliche Pedro Lenz, neckisch ein Buch unter den Arm geklemmt – Bardame Evi, die tätowierten Arme nach ihrem starken Freund Peter ausstreckend, sowie die Frau mit schwarzem Pferdeschwanz und kurzem Rock, versammeln sich an der Bar. Weiter umfasst das bunte Potpourri bekannte Oltner Gesichter, vermischt mit südländischen Figuren, welche die Vergangenheit dieses Lokals symbolisieren. Die Protagonisten im Vordergrund des Bildes sind Chantal mit den widerspenstigen, rotbraunen Locken und dem vorwitzigen Hündchen sowie der Maler selbst. Im Selbstportrait stellt er sich mit dem Queue schussbereit in der Hand am Billardtisch dar. Charakteristische Details wie der präparierte Stierkopf an der Wand, halbvolle Bier- und Weingläser auf den Tischen, das Filmplakat „Der Goali bin eg“ sowie eine bunte Spirituosen-Parade im Hintergrund hauchen dem Gemälde Leben ein. Sie lassen den Betrachter die spezielle Atmosphäre um Immer-Suchende, Abgestürzte, (Lebens-)Künstler, Bohemiens und brave Bürger in der Bar erahnen und fühlen.

Filigranes Netz aus Emotionen

Pinselstrich für Pinselstrich hat der erfahrene Künstler Vergangenheit und Gegenwart, seine Verbundenheit und Erinnerungen mit diesen Orten in einem schillernden Farbenteppich miteinander verwoben. Der Künstler hat ein filigranes Netz aus Emotionen, Lebens- und Trinkfreude, Lust und Melancholie, Trauer und Schmutz geknüpft. Drei Monate hat Borner daran gearbeitet. Dieser Raum sei ihm ans Herz gewachsen. Er hätte den damaligen Spanischen Club für Fremdarbeiter Ende der 80er Jahre oft am Wochenende besucht.  „Ich habe hier viel erlebt. Legendär waren hier die achtgängigen, spanischen Neujahrsessen mit Meeresfrüchten. Traditionell wurde an Silvester nach jedem Glockenschlag eine Traube gepflückt“, erinnert sich Borner. Der Billardtisch habe auch immer zum Inventar gehört: „Oft habe ich hier Carambole, das französische Billard mit drei Kugeln, gespielt“, so der leidenschaftliche Billardspieler.  Zu seinen Erinnerungen gehört auch der 11 Uhr-Apéro mit Dudelsackspiel am Sonntag. Diese musikalische Tradition haben die Spanier bis heute beibehalten.
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Treffpunkt für Stammgäste und Weltenbummler

Mit der Neueröffnung im letzten November ist im Galicia neues Leben eingekehrt. Eine neue Ära ist unter der dem „Regime“ von Alex Capus und Che angebrochen. Es weht ein frischer Wind, zusammengesetzt aus musikalischen Events, freundschaftlichem Treffpunkt und kreativer Inspiration, abgeschmeckt mit einer Prise frisch gebrautem Dreitannen-Bier. Hier treffen Ideenreichtum, Originalität, Erfindungsgabe, Schöpferkraft und Fantasie aufeinander. Das Galicia ist ein Schmelztiegel für Alt und Jung, Gestrandete und Weltenbummler, Künstler, Extravertierte, Raucher, Bierliebhaber, böse Buben und rechtschaffene Kneipenbesucher. Jedermann ist willkommen und die Gesellschaft, die hier verkehrt, ist ein buntes Gemisch, wie Borner es  treffend auf der Leinwand festgehalten hat – Vergangenheit und Gegenwart tanzen hier einen feurigen, lebensfreudigen, verruchten Tango mit dem launenhaften Spanier unter grossem Applaus der Protagonisten.

Corinne_KolummneHinter „Cormund“ steckt die Oltner Journalistin und Autorin Corinne Remund, die direkt hinter dem Galicia wohnt, Stammgast und liebe Freundin des Hauses ist. Sie schreibt für uns sporadisch kurze Geschichten rund um die Galicia Bar.

 

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Die Galicia-Bar hat jetzt eine Fussstange!

Barstange_siteEines hat fast ein halbes Jahrhundert lang gefehlt in der Galicia Bar: Eine Stange unten am Tresen, auf der man einen Fuss abstellen konnte.
Jetzt haben wir eine.
Die traditionsreiche Oltner Stahl-Firma Giroud-Olma hat sie uns geschenkt.
Firmenchef Thomas Jung (links auf dem Bild) hatte die Bar vor einer Weile besucht und am Ende eines schönen Abends seine Hilfe angeboten, falls mal Not am Stahl wäre. Worauf wir um die Stange baten. Und umgehend eine aus Stahl bekamen. Vielen Dank!

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Die beliebten Galicia-Gläser gibt’s jetzt auch legal

Microsoft PowerPoint - GzD_Club_Becher_2dl3dl_GaliciaLiebe Gäste
Die schicken Galiciabar-Gläser sind beliebt – unsere Gäste klauen sie wie die Raben. Das freut und ehrt uns sehr, aber andererseits müssen wir ständig neue Gläser kaufen. Wer will, kann sein Glas gern auch legal mit nach Hause nehmen und es vorgängig am Tresen kaufen. Preis: 5 Franken/Stück.

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Cormund’s Bargeschichten

Corinne_KolummneHinter „Cormund“ steckt die Oltner Journalistin und Autorin Corinne Remund, die direkt hinter dem Galicia wohnt, Stammgast und liebe Freundin des Hauses ist. Sie schreibt für uns sporadisch kurze Geschichten rund um die Galicia Bar.

 

Der Spanier an der Ecke

Das erste Mal ist immer etwas Besonderes  – egal ob der erste Kuss, der erste Lippenstift, die ersten Netzstümpfe und Higheels, die erste Zigarette, der erste Rausch oder die erste Geburt. Solche Premieren sind aufregend, beflügeln  einem und sorgen für frischen Wind in der alltäglichen Routine. Genauso ergeht es mir mit dem Galicia. Ihr denkt jetzt, „Die Frau hat wohl noch nie eine Bar von Innen gesehen“, so ist es ganz und gar nicht: Aber in meinen bald 40 Lebensjahren gab es noch nie ein Lokal, das ich regelmässig besuchte und als Stammgast ein- und ausging. In meinem Leben existierte eine richtige Stammkneipe schlicht und einfach nicht. Schon immer wünschte ich mir eine solche Begegnungsstätte, wo die Zeit ein Weilchen stehen bleibt und das einzige ernsthafte Problem ein streikender Bierzapfhahn ist. Ich wünschte mir eine Stammkneipe wie sie in romantischen Filmen und Romanen beschrieben wird. Eine Stammkneipe, wo sich Hase und Fuchs – in diesem Fall Stier und Elch – gute Nacht sagen. Eine Stammkneipe, wo Jung und Alt, vom Briefträger bis zum Manager, einfach jedermann, egal welcher Couleur oder politischer Einstellung, willkommen ist. Eine Stammkneipe, wo politisiert, debattiert, diskutiert, sinniert, getanzt, geflirtet, geküsst, getrunken und ganz einfach dem Leben gefrönt wird.
Und jetzt komme ich fast wie die Jungfrau zum Kind, zu einer solchen Stammkneipe – keine zehn Schritte von meiner Wohnung entfernt. So gilt am Morgen der erste Blick aus meinem Schlafzimmerfenster der frisch renovierten Hinterseite des „Galicia“.

Der Blick aus Corinnes Fenster auf das Oberlicht und den hinteren Teil des Galicia.
Der Blick aus Corinnes Fenster auf das Oberlicht und den hinteren Teil des Galicia.

Die  blau-weiss gestrichene Fassade erinnert mich an griechische Postkartenidyllen und weisse Sandstrände. Zusammen mit meiner weissen Katze auf dem Fensterbrett habe ich hinter meinen luftigen blauen Vorhängen die verschiedenen Phasen der Renovation vom grünen Anstrich über den Einbau der runden Fenster im Landhausstil bis hin zum blau-weissen Ferienatmosphären-Look hautnah mitbekommen. Und abends dringt ein feiner Lichtstrahl durch die Oberfenster der Bar und weckt in mir Bilder der einmaligen Lichterpyramide des Pariser Louvre. Nicht nur örtlich, auch akustisch gehört die Lokalität so quasi zu meinem Vorgarten. So vermischen sich am Freitag- oder Samstagabend die popigen Klänge und der dröhnende Bass der Disco oder eines Konzertes mit dem rhythmischen Donnern der Güterwagen. Zwischen den offenen Klappfenstern entweichen sehnsüchtige Melodien, Popbaladen, rockiger Klänge und Ohrwürmer vergangener Zeiten und wehen zusammen mit dem lauen Sommerlüftchen direkt in meine Stube. In den Armen des Spaniers an der Ecke fühle ich mich aufgehoben und geborgen. Hier kann ich gute wie auch schlechte Tage zu einem veritablen Ende bringen und in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen. Die dezent bunten Lichtkegel nähren meine Träume und Sehnsüchte. Fast zärtlich legt der Spanierin in besonders  sinnlichen Nächten einem Arm um meine Schultern und zieht mich aufs Tanzparkett, wo ich in schnellen, rhythmischen Schritten über den bald 50 jährigen Boden wirble, mich in Pirouetten und anderen Formen verliere, meine Seele im Takt der Musik baumeln lasse, um im selben Moment durch den festen Griff des Spaniers in die Realität zurückgeholt zu werden. Er ist der Hausherr und gibt den Takt an. Er versteht es meisterhaft, meine Launenhaftigkeit zu relativieren und neutralisieren, mir Komplimente zu machen und mich im grossen Spiegel wie eine Ballkönigin aussehen zu lassen. Er gibt mir die nötige Bodenhaftung und steckt mich mit seinem herzhaften Lachen an.
Die Alltagssorgen wischt er mit einem Wink weg und schenkt mir dafür ein Strauss filigran gewobener Träume und Illusionen. Er entführt mich in andere Gefilde jenseits des Fassbaren. Und erhebe ich mich dann zu später Stunde aus seinem Schoss, betäubt von Glück und Heiterkeit, so streicht er mir sanft übers Haar und küsst mich zärtlich. Ich verliere mich noch ein letztes Mal in seinen glitzernden, schalkhaften Augen und spüre seinen rauchigen Atem. Mit einem sanfte Schubs bugsiert er mich über die Türschwelle und wünscht mir süsse Träume. Und wenn der Mond klar und hell am Himmel steht, höre ich seine Atemzüge, mal still und leise, dann rasselnd und laut.

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Ab 11. August wieder offen

Die Galicia-Bar öffnet ihre Tore wieder

Liebe Freunde, liebe Gäste

Galicia7Tage offen_konAb Montag, 11. August, ist die Galicia Bar wieder täglich um 16 Uhr geöffnet! Die Ferien waren ein bisschen zu lang, wir geben es zu. In der Zwischenzeit haben wir geputzt und aufgeräumt und ein bisschen umgebaut. Jetzt freuen wir uns auf Euch, Drinks und Chorizos stehen bereit! Che hat wieder eine schöne Konzertreihe zusammengestellt – der Herbst kann kommen!

Das erste Konzert der Saison 14/15 am Freitag, 15. August 14, beginnt gleich mit einer Bluesgittare-Delikatesse: Larry Corsa and Friends zelebrieren den Blues von Peter Green’s Fleetwood Mac.
Der Gitarrenbauer und Musiker Larry Corsa aus Allentown im Osten des US-Bundesstaates Pennsylvania war Ende der 60-er Jahre ein glühender Fan der englischen Band Peter Green’s Fleetwood Mac. Musik war schon damals sein Leben und er war privilegiert, die Jimi Hendrix Experience, Cream und eben diese Fleetwood Mac live bei Konzerten erleben zu können.
Vor allem der Sound von Peter Green’s Gibson Les Paul war es, den ihn faszinierte und schlussendlich auch der Grund ist, weshalb Larry Corsa sich vor Jahren dazu entschlossen hat, Gitarrenbauer zu werden und endlich die Gitarren zu bauen, welche vom Grundsound her möglichst nahe bei der berühmten Peter Green Les Paul mit dem Kosenamen „Greeny“ liegen.

Plaki_Corsa_netDazu hat er in akribischer Arbeit eigene Tonabnehmer; die Manalishi-Pickups entwickelt, entsprechende Hölzer gekauft und baut als Einmann Unternehmen in Allentown seine Corsa Gitarren.
Nebenbei spielt er immer wieder Konzerte, u.a. auch im B.B. Kings Blues Club in New York, welche ausschliesslich aus Songs von Fleetwood Mac aus der Blues Aera mit Peter Green stammen.
Als Anlass des 4. Treffens aller Corsa Gitarren Besitzer in der Schweiz tritt er mit einer speziell für diesen Anlass zusammengestellten Band mit Musikern aus Schweizer Bands am 15.August 2014 im Galicia in Olten auf.
Ganz nach dem Slogan auf seiner Webseite: I don’t sell products – I sell tone! kann man sich auf einen Abend mit ehrlicher, toll klingender Gitarre und Songs aus den guten alten Tagen der British Blues Invasion mit der Larry Corsa Band & Friends freuen.

LARRY CORSA AND FRIENDS
Konzert: Freitag 15.08.14, 21.30 h – Eintritt: 15.- CHF

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