Alex Capus zum Galicia

„Eine Bar? Das ist so etwas wie Facebook, einfach ohne Internet.“ Pedro Lenz

Alex Capus hängt den Toro auf, ein Leihgabe von Javier Castillo.

Alex Capus hängt den Toro in der Galicia Bar auf.

Die Galicia Bar gibt es seit 1969. Sie wurde gegründet von galizischen Fabrik- und Bauarbeitern, die wochentags in Baubaracken und Dachkammern hausten und in ihrer Freizeit einen Ort brauchten, an dem sie miteinander reden und tanzen, essen und trinken, Musik machen oder auch einfach mal Real-Barcelona gucken konnten. Dieser Ort ist die Galicia Bar noch immer

Zwar haben sich die Zeiten geändert. Viele Galizier der ersten Generation sind während der Boom-Jahre nach Spanien zurückgekehrt, und ihre Kinder, die mit der Galicia Bar aufgewachsen sind, wohnen längst nicht mehr in Baracken oder Dachkammern, sondern in komfortablen Wohnungen. Aber auch wenn heute fast jeder einen Flachbildschirm und einen privaten W-Lan-Zugang hat, braucht es doch weiter einen Ort wie die Galicia Bar, in der wirkliche Menschen einander real begegnen.

Denn die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geschehen nicht im Internet. Freundschaft und Liebe brauchen einen realen Ort, an dem sie sich entfalten können. Fürs Essen braucht‘s Messer und Gabel, fürs Trinken einen Tresen. Musik, Theater und Literatur brauchen eine Bühne. Wer spielen will, braucht richtige Karten, ein reales Schachbrett oder einen echten Billardtisch.

Für all das steht die Galicia Bar. Unsere Bar führt ein hochwertiges Sortiment mit vielen lokalen Produkten zu moderaten Preisen, und im Keller braut die Hausbrauerei „Drei Tannen“ das einzige echte Oltner Bier. Es ist herb und würzig, mit Sorgfalt ohne künstliche Zutaten gebraut.

Alex Capus, 7. Mai 2014

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